Embodiment - Verinnerlichung



Embodiment – die Vibration dieses Wortes hörte ich meine ganze Kindheit durch bei buddhistischen Teachings und hinterliess bei mir immer eine Neugier. Deses Wort begleitete mich mein ganzes Leben, die Energie, Frequenz dieses Wortes hatte etwas, dass ich es nie vergass. Ebenso auch das Wort ,Surrender‘ Aber dies ist eine andere Geschichte.


Embodiment hört und liest man öfters. Bei buddhistischen Teachings wird uns die Wichtigkeit dessen beigebracht, die Charakteren und Eigenschaften der entsprechenden Gottheiten nicht nur zu visualisieren, sondern auch deren Eigenschaften zu sein – eben zu verinnerlichen.


Als Kind und Jugendliche war dies für mich immer sehr spannend aber auch kompliziert. Man stolperte da häufig über Sanskrit Begriffe, die nur schon zum Lesen schwierig waren und dann musste man noch nachschauen, was diese bedeuten.

Jahre vergingen. Jahre, in denen ich immer bestrebt war, meine Geschichte und Verletzungen zu heilen. Denn ich wusste damals bereits, dass wir nur frei sein können, wenn wir unsere Gepäck, Bürden, Rücksäckli, allesamt heilen und auflösen. Mein Karma aufzuarbeiten, ohne neue Karmas zu setzen. Da wusste ich noch nicht, dass es noch ein paar Jahre benötigen würde, bis ich wirklich alles verstand. Und zwar spreche ich hier vom Verstehen auf Herzebene.


Wer unter Euch hat nicht bereits vieles unternommen oder ist noch daran, sich auf den verschiedensten Wegen zu heilen? Wir sind von A nach B gerannt, oder rennen schlimmstenfalls immer noch überall hin und hoffen auf Heilung. Tut man dies jedoch ohne wirklich dem Kern der Ursachen begegnen zu wollen (weil Widerstand, Angst), bewegen wir uns immer nur an der Oberfläche der Dinge. Ich beobachte dies im Alltag öfters in allen Bereichen. Überall. Hier sind wir wieder beim ,Blinden Fleck‘ (s. Blog).

Authentisch können wir nur sein, wenn wir mutig mit unserem ganzen Willen den Weg kompromisslos gehen. Aus einer gewissen Lebensintelligenz heraus, oder Selbstliebe, oder einfach weil es der natürliche Weg ist, den wir gehen sollen. Oder auch aus Liebe zu den Anderen, damit wir erträglichere liebevollere Mitmenschen, Väter, Mütter, Partner, you name it, werden.

Was ganz wichtig auf dem Weg der Selbstheilung, Meisterung ist, die Dinge nicht seit vielen Jahren zu wissen, sondern diese zu VERINNERLICHEN, das wir sie SIND, dass wir sie LEBEN, VERSTEHEN. Es bringt nichts, die hermetischen Gesetze gelesen zu haben, Vorträge über diese zu halten und darüber zu dozieren, wenn wir diese nicht verinnerlicht haben und sie im Alltag nicht leben. Das wäre unauthentisch.


Heute, nach gefühlt 1000 Transformationen, Heilungen, Leidwegen, Erwachens-Momenten weiss ich, dass es auf dem Weg zur Selbstheilung ganz viel Ehrlichkeit zu sich selbst benötigt, viel Liebe zu sich selbst, viel Mut und Demut, um zu erkennen, dass es nicht einfach reicht, sein Leben lang etwas ,gewusst‘ zu haben.


Ich mache hier einmal praktische Beispiele:

Wenn man mit Menschen sich so unterhält, hört man oft: das weiss ich, das kenn ich, das hab ich schon lange gemacht.


Man hört dies oft auch von Kunden, die noch sehr im Verstand sind, noch stark in der niederen Ego Identität leben. Sie kommen mit der Idee, von etwas geheilt werden zu müssen, wessen sie sich selbst dazu unfähig glauben, obwohl sie schon viele Kurse oder Seminare besucht und Bücher konsultiert und Teachings gesehen haben. Sie sehen sich unfähig, alles Erlernte und Gehörte auf sich anzuwenden und umzusetzen.


Wenn ich dann mit einem Teaching oder Coaching oder einer geführten Meditation beginne, so heisst es: weiss ich, kann ich, kenn ich. Der Widerstand ist meistens bei der ersten Begegnung an der Türe spürbar. So sieht es aus, wenn man etwas NICHT verinnerlicht hat. Sondern nur KONSUMIERT hat.


Je weiter wir in der Zeit voranschreiten, drängt es im Kollektiv intensiver und verstärkter , seine Innere Arbeit zu tun. Die Themen kommen intensiver hervor. Je mehr wir diese weiter zu verdrängen versuchen, desto intensiver kommen sie hoch. Sie zeigen sich ÜBERALL, sodass das Thema irgendwann wie eine Eiterblase platzt.


Je mehr Widerstand, desto schlimmer wird es.


Wir sind in der Zeit des Lichts und nähern uns in den kommenden Jahren dem Zeitalter der Liebe.


In dieser Zeit des Lichts wurden viele Gurus, Heiler, etc in den verschiedensten Ländern aufgedeckt als ,false light‘ – Menschen, die ihre innere Arbeit, die in den tiefsten Tiefen ihrer Emotionen steckten, nie bewältigt haben. Sie haben einfach nach Aussen einen Schein gelebt, ohne authentisch zu sein, hohl gepredigt. Ich habe das immer gesehen. Wer mit offenem Herzen schaut, der sieht so etwas. Man kann es entweder beobachten in deren kleinen Gesten und Blicken oder/und man fühlt es über die Schwingung.


Die Zeit des Lichts ist eine Chance für alle Offenen, ihre Themen zu heilen, wenn wir mutig genug sind. Oder sie scheitern an ihren eigenen, abgelehnten Schatten.


Fokussieren wir auf die offenen Herzen, die mutig ihren Weg gehen, Schmerz hin oder her, wie lange kann das schon dauern? Wer die hermetischen Gesetze kennt, kennt auch das Gesetz des Rhythmus: Wo es hinunter geht, geht es auch einmal wieder hoch – wir dürfen lernen, die Zeit dazwischen anzunehmen im Vertrauen, dass diese Gesetze wirken.

Embodiment ist folgedessen, wenn wir sämtliche Gesetze kennen und diese leben, im Vertrauen leben, dass sie einfach sind und dass es sicher so kommt, wie es kommen muss.

Wenn wir zB behaupten, wir kennen das Spiegelgesetz, müssen wir nicht in den Widerstand gehen und uns ärgern, wenn der Spiegel in Form eines Mensch vor uns steht als ,big trouble'. Wir sagen eher: „hoppla, interessant, da gibt es noch etwas zu lernen“ und nehmen diese dankbar als Lernlektion an.


Wenn wir behaupten, das Gesetz der Anziehung zu kennen, müssen wir uns nicht aufregen, wenn wir Ärger anziehen, sondern sagen: AHA, ich bin heute wohl unbewusst aus dem Haus. Das nächste Mal zentriere ich mich und fokussiere auf xx, bevor ich aus dem Haus gehe. Oder, wir reflektieren, warum uns gerade jetzt dieser Mensch antriggert, was uns verbindet, was wir fühlen, wo es uns trifft. Das ist Embodiment und Innere Arbeit.


Ein Guru auf der Bühne muss sich nicht über einen Gast im Publikum ärgern, der kritische Fragen stellt, und ihn kalt stellen, sondern das mutig mit aufnehmen und authentisch und wahrhaftig reagieren, vielleicht ein Malheur zugeben, eine Unachtsamkeit irgendetwas Menschliches.


Analogie: Nehmen wir ein asiatisches Gericht. Jemand hat ein Kochbuch und kennt das Rezept in und auswendig und gibt sogar Referate in asiatisch Kochen. Hat aber noch nie diese Zutaten selbst gekauft, gerüstet, und gekocht. Nicht gerochen und nicht gegessen. Jedoch kann er darüber theoretisch referieren, wie man das kocht.


Da er diese Gerichte noch nie selbst eingekauft hat, noch zubereitet hat, hat er keine Ahnung, in welchem Zustand die Zutaten sein müssen, wie die riechen müssen, wie man die rüstet, wie das Gericht am Ende riecht und wie es im Mund schmeckt.


Der Theorektiker wird sich nicht austauschen können mit Leuten, die das Gericht kennen und schon zubereitet haben. Sie werden keine Diskussion auf Augenhöhe führen können, weil der Theorektiker keine Ahnung hat, wenn sich die Esser über das Gericht unterhalten, wieviel von welchem Gewürz, zuviel zu wenig, welches Öl besser schmeckt, etc. weil er es einfach noch nie selbst gekocht hat. Aber er kennt das Rezept in und auswendig und kann es weitergeben. Aber mitreden kann er nicht, weil er es weder eingekauft, gerüstet, gerochen, noch gekocht, noch gegessen hat. Ihm fehlen essentielle mehrfache Sinnes-Erfahrungen und körperliche, zB wie sich Chilli anfühlt im Mund, im Magen, im Darm etc.

Embodiment ist für mich gelebte Erfahrung der verschiedensten geistigen Gesetze.


Nicht verstecken, verdrängen, Blenden, so tun als ob an der Oberfläche. Das bringt kurzfristig einen Schein-Ruhm, aber man würde in der Lüge leben. Und Lügen haben eine niedrige Schwingung ohne Zukunft. Es schadet einem sogar, wenn man sich zu lange zu oft in niedriger Schwingung lebt.


Das Zeitalter des Lichts bringt sämtliche Lügen hervor. Das war und ist auf der Welt sehr gut ersichtlich und geht weiter so. Alles kommt ans Licht.


Bleiben wir in der Wahrhaftigkeit und tun unser Bestes, um Gehörtes oder Erlerntes zu verkörpern, zu verinnerlichen. Wem dies schwer fällt, es gibt gute Übungen. Man kann sich Zeiten setzen, zB eine Woche oder einen Monat lang dies oder das nicht mehr zu tun oder xy zu tun.


Am Besten beginnt man mit 7 Tagen zB

  • sich nicht mehr an dummem Geschwätz zB sich zu beteiligen, nicht zu lügen, nicht zu lästern

  • negative Gedanken über sich unterlassen – stattdessen wahrnehmen, was wir gut machen, wertschätzen

  • fokussieren darauf: die Beste Version seiner Selbst zu sein

Diese Übungen mit ,nicht‘ helfen einem bewusst zu machen, wie oft wir über blödes Zeug sprechen oder schlecht über andere sprechen, wenn man es nicht mehr tut.


Die Übungen mit Fokus helfen einem, auf Kurs zu bleiben, wenn wir Wünsche in Bezug auf uns selbst haben.


Dies sind Bewusstseinsübungen, seine Gedanken 24/7 bewusst auszuüben und nur positiv über sich und andere zu Denken. So manifestieren wir positive Ereignisse und unterstützen uns selbst darin, die Seele gross zu machen, statt sie ständig unbewusst durch negatives Denken zu prügeln .


Diese Übungen dienen der Verinnerlichung von Selbstliebe, Wertschätzung und Respekt für sich selbst.


Wenn jemand hierzu etwas kommentieren möchte, freue ich mich darüber.

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